🐱🐶 Katze & Hund

Nierencheck – Frühdiagnostik beim Hausbesuch

Chronische Nierenerkrankungen sind häufig bei Katzen ab 7 Jahren. Früherkennung verändert alles – wir kommen zum Hausbesuch und machen den Nierencheck.

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Warum ist der Nierencheck so wichtig?

Die chronische Nierenerkrankung (CNE) ist eine der häufigsten Erkrankungen älterer Katzen. Schätzungsweise ist eine von drei Katzen über 10 Jahren betroffen. Das Problem: Die Nieren können ihre Funktion lange kompensieren – bis zu 75% der Nierenmasse können verloren gehen, bevor Symptome auftreten. Früherkennung ist deshalb entscheidend.

Das IRIS-Staging-System (International Renal Interest Society) unterteilt die CNE in 4 Stadien auf Basis von Kreatinin und SDMA (symmetrisches Dimethylarginin). SDMA steigt bereits an, wenn nur 25% der Nierenfunktion verloren gegangen sind – also viel früher als Kreatinin. Wir messen beide Werte beim Hausbesuch und stufen nach IRIS ein.

Zusätzlich messen wir den Blutdruck (Hypertonie ist häufig bei Nierenerkrankung), testen das spezifische Gewicht des Urins und beurteilen Körpergewicht und Hydratation. Katzen ab 7 Jahren empfehlen wir einen halbjährlichen Nierencheck. Auch Hunde profitieren von regelmäßigen Nierenwertkontrollen – besonders bei chronischen Erkrankungen oder Medikamentengabe.

Auf einen Blick

  • 📊 IRIS-Staging: 4 Stadien auf Basis von Kreatinin + SDMA
  • 🔬 SDMA: Frühmarker – steigt schon bei 25% Nierenfunktionsverlust an
  • 💓 Blutdruck: häufig erhöht bei Nierenerkrankung – messbar beim Hausbesuch
  • 🐱 Katzen ab 7 Jahren: halbjährlicher Nierencheck empfohlen

So läuft der Hausbesuch ab

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Blutprobe

Kreatinin, SDMA, Harnstoff, Phosphat, Elektrolyte – vollständiges Nierenpanel beim Hausbesuch.

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Urinprobe

Spezifisches Gewicht, Protein, Glukose – wichtige Ergänzung zum Blutbild für die Nierenbewertung.

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Blutdruck

Mehrere Messungen in Ruhe per Doppler oder Oszillometrie – Hypertonie frühzeitig erkennen.

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IRIS-Staging & Therapieplan

Diät, Phosphatbinder, Blutdrucktherapie nach Stadium – wir erstellen einen konkreten Behandlungsplan.

Häufige Fragen

Was sind normale Nierenwerte bei Katzen und Hunden?
Kreatinin: Hund 44–159 µmol/L, Katze 71–212 µmol/L (variiert je nach Labor). SDMA: <14 µg/dl gilt als normal. Werte über den Referenzwerten + klinische Symptome = IRIS-Staging nötig.
Wie oft sollte ich meine Katze auf Nierenwerte testen?
Katzen ab 7 Jahren: mindestens einmal jährlich, besonders empfohlen zweimal jährlich. Bei bekannter CNE: alle 3–6 Monate je nach Stadium.
Was hilft bei chronischer Nierenerkrankung?
Nierenspezifische Diät (wenig Phosphat, wenig Protein), viel Wasseraufnahme fördern (Nassfutter, Trinkbrunnen), Blutdruckkontrolle, Phosphatbinder nach Bedarf, regelmäßige Kontrollen. Frühzeitig begonnen, kann die Lebensqualität erheblich verlängert werden.
Was ist SDMA und warum ist es besser als Kreatinin?
SDMA (symmetrisches Dimethylarginin) ist ein neuerer Nierenmarker, der bereits bei 25% Nierenfunktionsverlust ansteigt. Kreatinin steigt erst bei 75% Verlust an. SDMA ermöglicht also eine viel frühere Diagnose.
Ist Nierenerkrankung heilbar?
Chronische Nierenerkrankung ist nicht heilbar, aber manageable. Mit der richtigen Therapie können betroffene Katzen noch viele Jahre in guter Lebensqualität leben.

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